Bericht Mitteilungsblatt für die Ausgabe am 07.04.2022

Niederwild und Fische

Beim runden Tisch der Gemeindeinitiative Kleinwild- und Insektenschutz stellte der Jagdpächter resignierend fest, dass die Artenvielfalt nahezu auf einem Tiefstand sei.

Als Gründe nannte er u. a. fehlendes Management in den Naturschutzgebieten und ein Überhand nehmen der Jäger unter den Tieren, die sich sehr an die Kulturlandschaft angepasst hätten und dazu noch zu lange schützt worden seien.

Diese Aussagen kann der ASV aus den Beobachtungen im Weihergelände nur bestätigen. Der Kormoran ist über diesen Winter, in dem der Weiher nicht zugefroren war, scharenweise (12 -1 5 Stück) immer wieder eingeflogen. Er hat jegliche Scheu, selbst vor Anglern am kleinen Weiher verloren. Dabei entnimmt er viel mehr an Fischen wie der Weiher reproduzieren kann, damit geht die Artenvielflat verloren und anderen geschützten Vögeln, wie unserem Eisvogelpärchen, geht die Nahrung aus. Dazu kommt ein grausamer Schaden an großen Fischen, die er nicht fressen kann und beim Jagen mit seinem Haken am Schnabelende schwere Verletzungen (Schlitze) zufügt, die so verletzte Schleimhaut der Großfische führt häufig zum Tod durch Verpilzungen.

Der Graureiher einst ein Grund für das Begehungsverbot in den Naturschutzgebieten, da die Fluchtdistanz dieses scheuen, geschützten Vogels 200 m betrage, patrouilliert ständig am Weiherufer, die Angler sind ihm wohlgesonnen, da er keinen Fischschaden anrichtet. Um Lebensraum für Amphibien zu schaffen, wurde bei der Weihersanierung Ufer-modellierung vorgenommen.
Einziger Profiteur, der Graureiher und wenn wir die Graureiher in Ilvesheim zählen, sind es mehr als unsere Frösche am Weiher.

Das interessiert natürlich kaum jemanden, da man es nicht offensichtlich sieht. Größer wird das Drama im Frühsommer mit unseren beiden geschützten Wasservögeln, dem Blässhuhn und dem Teichhuhn. Beim Brutgeschäft sind sie schnell auf Nahrung aus und erbetteln sich beim Angler schon mal ein paar Maiskörner. Dafür zeigen sie dann stolz ihre 4-8 Küken und jeder Weiherbesucher erfreut sich daran. Nur nie lange, nach und nach werden die Jungen weniger und bei der ersten Brut verschwindet manchmal sogar das letzte.

In dieser Zeit sieht man verstärkt verschiedene Raubvögel und der Dauergast Fuchs kontrolliert die Uferseite.

Aus der zweiten Brut haben es wohl die drei geschafft, wenn sie allerdings ohne Anglerbegleitung noch solch einen Abendspaziergang machen. freuen sich die Füchse.


Rolf Sauer, Vorsitzender



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