Bericht Mitteilungsblatt für die Ausgabe am 19.11.2020

Gemeinde -Vereinsförderung

Unsere Vorstandschaft wurde aufgrund der Veröffentlichung durch Bündnis 90/die Grünen aus der Bevölkerung und sogar von Mitgliedern angesprochen, für was der Verein mit über 100 T€ von der Gemeinde gefördert worden sei, während z. B. die große Spvgg. nur 23 T€ erhalten habe. Die angesprochene Klientelpolitik könne sich ja somit nur auf den ASV beziehen.

Also nicht gut, die vielgelobten Ehrenamtlichen in gemeinnützigen Vereinen müssen sich aufgrund einer solchen politischen Meldung jetzt auch noch für ihre Arbeit und Verantwortung rechtfertigen.

Der ASV hat 1999 das früher im Wassereinzugsgebiet liegende Weihergelände Mahrhöhe von der Gemeinde gepachtet. Die Steilufer waren mit Robinien und deren Schösslinge bis zur Wassergrenze zugewachsen. Der für die Gemeinde arbeitende Dipl. Biologe Rausch stellte fest, dass wegen der Beschattung des Weihers und wegen des hohen Laubeintrages durch nicht standortgerechte Robinien ein Gehölz Pflege und Entwicklungskonzept erstellt werden sollte. Dies geschah und der Verein setzte ihn in laufender Eigenarbeit ohne Zuschüsse der Gemeinde um.

Trotz dieser Arbeiten über 4 Jahre hinweg wurde der Algenwuchs im Weiher immer kritischer. Der ASV zog 2002 das Heidelberger Institut für Umweltstudien (IUS) zur Beratung hinzu. Ein Wassermessprogramm wurde erarbeitet und in Eigenleistung durchgeführt.
Im Jahr 2003 wurde eine geoelektronische Messung durchgeführt, die eine Schlamm-Mächtigkeit von ca. 1,5 m ergab und dies durchgehend auf dem flachen Grund. Weitere Messungen und Schlammuntersuchungen erfolgten. Im September schloss IUS die Studie ab, mit dem Ergebnis, dass insbesondere wegen des belasteten Schlammes aus Robinienlaub, der Weiher nur durch eine Entschlammung gerettet werden könne.

Dem Gemeinderat wurde das Gutachten vorgelegt und dem weiteren Vorgehen zugestimmt. Obwohl Gemeindegrundstück sollte der ASV Träger des Vorhabens bleiben, mit Unterstützung der Gemeinde, die als Eigentümerin wegen der Altlast eh in der Verantwortung stand.

Im Rahmen der wasserrechtlichen Genehmigung, wurde zur Auflage gemacht, die in den 50er Jahren im Westen eingebrachte Altlast durch einen Kiesdamm zu sichern. Das Bodenrechtsamt genehmigte die Ausbringung des Schlammes nach Vorlage von Gutachten nach ca. einem Jahr.
Danach standen die Fakten fest:
Absaugung Schlamm (ca. 25.000 m3) rd. 220 T€, Ufer- und Tiefenmodelierung rd. 80 T€, Dammeinbringung/Altlastensicherung
rd. 70 T€, Gutachten/Genehmigung/Überwachung rd. 50 T€,
Summe rd. 420 T€.
Trotz Gemeindeeigentum und Altlast sagte die Gemeinde dem ASV eine Kostenbeteiligung von nur 25 % und einen langfristigen Pachtvertrag zu.
Letzteres war für den ASV ausschlaggebend, seine über Jahrzehnte angesparte Vereinsrücklage zum Erwerb eines Fischwassers, in die Sanierung des Gemeindeweihers einzubringen, rd. 240 T€ dazu Eigenleistungen und Sponsorenmittel.


Bisher hatten alle Verantwortlichen bei dieser großen Ilvesheimer Naturschutzmaßnahme das gute Gefühl die Vereinsgelder und -Kraft für das Richtige eingesetzt zu haben. Der ASV wurde nicht mit 100 T€ gefördert, der Ilvesheimer Gemeindeweiher wurde mit einem Aufwand von über 400 T€ durch den ASV als Sanierungsträger gerettet.

Vom gelungenen Projekt und den andauernden Pflegearbeiten profitieren heute: alle Insekten, Amphibien und Vögel eines intakten Weiherufers, Imker über einen sicheren Standort, die Kindergartenkinder über einen tollen Erlebnisplatz für Außentage, die Spaziergänger durch Beobachtung eines intakten Gewässers und natürlich auch die Angler über einen gesunden Fischbestand.

Die Vorstandschaft



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